| Beginn: | Planung: 1.2.2004 |
| Typ: | Hardware/Modifikation |
| Momentane Phase: | Planung |
| Projektbeschreibung: |
Das Projekt kam mir in den Sinn, als ich darüber nachdachte, dass der
Charge Manager 2010 zwar über eine serielle Schnittstelle (Nullmodemkabel)
angesteuert wird, jedoch nur der Datentransfer in eine Richtung - vom
Charge Manager zum PC - implementiert ist. Man könnte also die bislang nicht beschaltete Rückrichtung benutzen, um folgende Dinge zu steuern:
Der Charge Manager besitzt ein recht eigenwilliges "Ein-Tasten-Bedieninterface", das heißt, dem Benutzer steht nur eine Taste zur Verfügung, um die Programmauswahl zu tätigen. Bestimmte Menüpunkte werden also immer fortgeschalten, bis ein interner Timer ca. 3 Sekunden zurückgezählt hat. Dann gilt der Menüpunkt als akzeptiert. Zwar scheint das System auf den ersten Blick dank seiner Simplizität recht schön bedienbar, es geht einem aber relativ schnell auf die Nerven. Vorallem, wenn man vier Akkus zusammen einlegen will, und bei jedem 6 Sekunden warten muss (3 für die Programmauswahl, 3 für die Kapazitätsauswahl). |
| Lösungsansatz: |
Ein Mikrocontroller, z.B. ein AVR AT90S2313, der über ein integriertes UART verfügt,
wird zur Steuerung der Befehle verwendet. Die Pegelkonvertierung der -12/+12V zu
TTL-kompatiblen Signalen übernimmt ein MAX232. Die Versorgungsspannung wird aus
dem Charge Manager gewonnen, dort müsste eigentlich eine geregelte +5V-Spannungsquelle
vorhanden sein. Fünf Portpins des Mikrocontrollers steuern jeweils kleine Relais
an: vier davon in Serie zu den vier Ladeschächten (Standardstellung: schließen), eines
(möglicherweise ein DIL-Relais) paralell zu dem Ein-Tasten-Druckknopf. Nun kann der Mikrocontroller dazu veranlasst werden, momentan ladende Akkus abzuschalten und wieder hinzuzuschalten, z.B. wenn mehrere Lade-Entladezyklen hintereinander ausgeführt werden sollten. Ausserdem kann der Mikrocontroller auf Wunsch automatisch ein Programm auswählen, indem er für den Benutzer die Eingabetaste "bedient". Wichtig bei der Ausführung wird sein, dass die Relais, die seriell zu den Schächten geschaltet werden eine hohe Strombelastung verkraften müssen, da z.B. Mono-Akkus beim Laden eines leeren oder Entladen einer vollen Zelle einen sehr hohen Strom liefern können (als grobe Abschätzung würde ich das ganze so auf 2A auslegen). |
| Mögliche Probleme: |
Als einziges Problem sehe ich den sehr knapp bemessenen Platz im Gehäuse des
Charge Manager 2010. Dies könnte umgangen werden, indem man den Mikrocontroller
in einem externen Gehäuse unterbringt, und an das Gehäuse des Charge Manager
eine Buchse anbringt, die über folgende Signale verfügt:
|
